Schlagzeilen
heute und ... die letzten Tage
Das Job-Wunder
Dienstag, 14.02.2012, 21:45 Uhr im Ersten.
Durch den Ausbau des Frankfurter Flughafens versprechen Politik und Betreiber 100.000 neue Arbeitsplätze! Doch viele der angeblich neuen Jobs werden innerhalb der Region in Wirklichkeit nur verlagert.
Quelle: SWR
REPORT MAINZ Jobwunder Flughafenausbau
Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln / Bonn e. V.
Eine kritische Betrachtung mit den Themenschwerpunkten:
”Jobmaschine Flugverkehr” - ist dieser Begriff gerechtfertigt?
Welche ökologischen Folgen hat der zunehmende Flugverkehr?
Subventionen, ein gleichermaßen unabdingbares wie verborgenes
‘Schmiermittel’ des billigen Fliegens ....
[weiterlesen "Der Flug-Boom" (pdf)"]
Vortrag von Monika Hettwer, ötv
Auf dem 3. RMI-Symposium zur
Entwicklung des Rhein-Main-Flughafens:
Flughafen, Arbeitsmarkt und Regionalentwicklung
am 7. März 2001 in der Stadthalle Rüsselsheim
Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,
der Flughafen gilt gemeinhin als die Jobmaschine, wobei über die Qualität der
Arbeitsplätze regelmäßig nicht gesprochen wird. Ich finde es deshalb auch typisch, dass in dem Artikel der FR vom 15.2.01 zwar zu lesen war: "wir schaffen jeden Tag vier neue Arbeitsplätze", Herr Michel jedoch nicht dazu gesagt hat, wer "wir" ist und um welche Arbeitsplätze es sich handelt.
Wer an Arbeitsplätze am Flughafen denkt, der hat fast immer ein ganz bestimmtes Bild vor Augen: das Flair der großen weiten Welt und die Vorstellung, dass man auf einem Weltflughafen auch richtig gutes Geld verdient. Und dieses Bild von der schönen heilen Flughafenwelt mit ihren Traumjobs wird werbemäßig ja auch gehegt und gepflegt!
[weiterlesen "Zur Qualität der Arbeitsplätze am Flughafen" (pdf)]
Fachbeitrag im Rahmen des Erörterungstermins zum Flughafenausbau
Prof. Dr. Friedrich Thießen
Technische Universität Chemnitz
D-09107 Chemnitz
Tel. 0371-531-4188
Fax. 0371-531-3965
Mail: Finance @ wirtschaft.tu-chemnitz.de
[weiterlesen "Der Nutzen großer Flughäfen" (pdf)]
Prof. Dr. Friedrich Thießen
Technische Universität Chemnitz
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Professur für Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre
Tel. +49-(0)371-531-26190
Fax. +49-(0)371-531-26199
+49-(0)371-531-834174
email: finance@wirtschaft.tu-chemnitz.de
http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/bw14
[weiterlesen "Ergebnisse neuerer Studien zum Luftverkehr" (pdf)]
Wie im Gutachten 19.2 (Baum, Esser, Kurte) der Zusammenhang zwischen Flughafengröße und Wirtschaftskraft einer Region erfunden wird.
Prof. Dr. Friedrich Thießen
Technische Universität Chemnitz
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Professur für Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre
Tel. +49-(0)371-531-26190
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+49-(0)371-531-834174
email: finance@wirtschaft.tu-chemnitz.de
http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/bwl4
[weiterlesen "Zum Ausbau des Frankfurter Flughafens" (pdf]
Endbericht
Stephan A. Schmid
Philipp Preiss
Alexander Gressmann
Rainer Friedrich
Gutachten zur Ermittlung der externen Kosten des Flugverkehrs am Flughafen Frankfurt/Main
Universität Stuttgart
Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung
Abteilung Technikfolgenabschätzung und Umwelt (TFU)
Prof. Dr. Rainer Friedrich
Heßbrühlstraße 49a
D – 70565 Stuttgart
Tel.: +49 (0) 711 780610 Fax: +49 (0) 711 3953
Gutachten zur Ermittlung der externen Kosten des Flugverkehrs
am Flughafen Frankfurt/Main
Dokument: Rdffin vom 10.9.2003
[weiterlesen "Ermittlung externer Kosten des Flugverkehrs am Flughafen Frankfurt/Main" (pdf)]
Veranstaltungen
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- Montagsdemonstrationen im Terminal 1
- gegen den Betrieb der Nordwestbahn und für ein Nachtflugverbot
- Jeden Montag ab 18.00 Uhr, Abflughalle Terminal B vor der westl. Anzeigetafel
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- Kundgebung in Flörsheim
- Freitag, 02.03.2012, 18.00 Uhr,
- Treffpunkt: Gisbert-Beck-Kreisel
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so ist es oben, jede Flugspur: Lärm und Feinstaub
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... und so unten!
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Nachruf
Eine bundes- u landespolitisch initiierte Tragödie
Dieser Höllenlärm sowohl bei Ost- als auch bei Westbetrieb ist erst der Anfang, das Bahnensystem mit der Nordwestbahn ist erst in Betrieb gegangen. Das allseits hörbare, tieffrequente Grummeln erschüttert die Region. Der Lärm hat eine neue, noch schlimmere Qualität bekommen. Was nennt sich hier noch christlich, was nennt sich hier noch sozial, was nennt sich hier noch frei; Freiheit für die Flugzeuge?
Wie im Krieg, nur ohne Bomben
27.10.2011 Flörsheim
Seit Eröffnung der neuen Landebahn liegt bei Ostwind halb Flörsheim unter einem Lärmteppich. Mit mehr als 80 Dezibel donnern die Flieger über die Häuser hinweg.
Von Andrea Rost
Josef Auth ist fassungslos. „Hier kann man nicht mehr leben“, sagt der Flörsheimer. Seit Freitagnachmittag dröhnen die Flugzeuge über das Dach seines Hauses in der Lahnstraße. Im Zwei-Minuten-Takt kommen die Maschinen von Westen, etwa 270 Meter sind sie tief, wenn sie das Neubaugebiet überfliegen, um wenige Kilometer weiter östlich auf der neuen Landebahn im Kelsterbacher Wald aufzusetzen. „Das ist hier wie im Krieg“, sagt Josef Auth. „Nur dass keine Bomben fallen.“
[weiterlesen in der Frankfurter Rundschau]
Es geht nur noch darum, pro Minute so viel Geld wie möglich zu verdienen
27.10.2011 Hochheim
Ich höre ein Rauschen, ein Grollen, ein Donnern. Nein es passt nicht in meinen Traum. Ich öffne die Augen: 4.10 Uhr am Sonntagmorgen. Das kann ja wohl nicht wahr sein! Ich schließe das Fenster und versuche wieder einzuschlafen. Das gelingt nur kurzfristig. Nun ist es kurz nach 6 Uhr.
Die Flugzeuge donnern im Minutentakt über unser Haus in Hochheim. Auch bei geschlossenem Fenster ist der Lärm absolut nervtötend. Ich habe das Gefühl, sie fliegen direkt durch die Schublade meines Nachtschränkchens und ich kann sehen, ob die Fluggäste Orangen-oder Tomatensaft auf dem Frühstückstablett haben. Ich fühle mich schlecht, bin sauer, genervt und vor allem hilflos und traurig. Man hat keine Chance, dem Lärm zu entgehen. Da bereichern sich einige wenige und wir, die betroffenen Menschen, zählen weniger als ein Straßenhund auf den Philippinen! Man wird regelrecht enteignet. Man nimmt uns die Kontrolle über unser Zuhause.
[weiterlesen in der Frankfurter Rundschau]
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Flörsheim Rheinallee Erster voller Betrieb der Nordwestbahn 23.10.2011, 5 - 23 Uhr Ostbetrieb 369 Überflüge bis zu 91 dbA |
Flörsheim Rheinallee Erster voller Betrieb der Nordwestbahn 23./24.10.2011, 23 - 5 Uhr in der Nacht Ostbetrieb 34 Überflüge bis zu 82 dbA |
Flörsheim Rheinallee Vor Eröffnung der Nordwestbahn 15.10.2011, 5 - 23 Uhr Ostbetrieb 70 Überflüge bis 76 dbA |
Eine Katastrophe kommt selten alleine
Wie dem Artikel vom 13.10.2011 zu entnehmen ist, wird Fracht vielfach mit Passagierflugzeugen transportiert, damit, wie in diesem Beispiel wiedergegeben, "Die Menschen in der Vorweihnachtszeit aktuelle Hightech-Geräte unter den Weihnachtsbaum legen können".
Mit Endscheidung des VGH sind Nachtflüge ab dem 30.10.2011 in der Zeit von 23 bis 5 Uhr in Frankfurt nicht zulässig.
Dies möchte man nun mittels Ausnahmeregelung, die Verkehrsminister Posch Fraport-Chef Schulte bei der Eröffnung der Landebahn Nordwest innerhalb weniger Tage zugesagt habe, wie aus dem mittleren Artikel vom 21.10.2011 hervorgeht, aushebeln.
Einem weiteren Artikel des Wiesbadener Kuriers vom 21.10.2011 (rechts) ist zu entnehmen, dass sich Fraport und Lufthansa gegen eine strikte Anwendung des Nachtflugverbots auch für etwa durch Witterungseinflüsse verspätete Flieger wenden. "Solche Ausnahmeregeln seien international aber üblich, betonte Schulte."
Anmerkung:
Solche Ausnahmeregelungen, die grundsätzlich genehmigungspflichtig sind, i. d. R. für Passagierflüge, wurden in der Vergangenheit recht unbürokratisch, auch im Nachhinein durch das Wirtschaftsministerium erteilt; Kosten: ca. 60 €. Die Passagiere kamen somit zu später Nachtstunde noch nach Hause und die Fracht gleich mit (s. oben 1. Absatz). Ein Unterlaufen des Nachtflugverbots in der Nachtkernzeit war problemlos möglich.
Diese Verfahrensweise würde jedoch der VGH-Entscheidung widersprechen.
Deshalb droht man nun nicht nur mit dem "Totschlagargument" Arbeitsplätze , wie dem Artikel vom 25.10.2011 zu entnehmen ist, sondern gleich mit einem Schaden der gesamten Logistikbranche (Anmerkung: in Deutschland?? oder weltweit???).
Der Lufthansa-Cargo-Chef Karl Ulrich Garnadt bezeichnet den Cargo-Nachtnotflugplan selbst als wirtschaftlichen und ökologischen "Irrsinn".
Möglicherweise meinte er aber auch, dass der gesamte Flughafenausbau, wie auch bereits im Regionalen-Dialog-Forum festgestellt wurde, ein "volkswirtschaftlicher Irsinn" ist, denn viele Arbeitsplätze werden durch Fraports ungenierte Lärmexpansion in den Anrainer-Städten verloren gehen, da die Menschen der Region den Rücken kehren werden und der Wert des Immobilienvermögens verfallen wird, wovon Fraport im Rahmen des Casa-Programms noch profitieren will. Somit wird Kleinkapital, das zur Rentenabsicherung dient zugunsten des Proporz Fraport u. der Luftverkehrswirtschaft mit staatlicher Unterstützung umverteilt, ohne dass sich die Betroffenen dagegen zur Wehr setzen können. Darüberhinaus gehen die steigenden Kosten der gesundheitlichen Schädigungen durch den Fluglärm zu Lasten der sozialen Gemeinschaft. Die Gewinne des Fluhafenausbaus werden privatisiert und die Kosten sozialisiert und dies mit Hilfe von "großkopferten" Bundes- und Landespolitikern, die den hier lebenden Menschen den Lärm verordnet haben, diesen aber selbst nicht ertragen wollen.
Bedauerlicherweise fanden konstruktive Vorschläge, wie sie dem Artikel der Frankfurter Rundschau vom 27.10.2011 zu entnehmen sind im Regionalen Dialog-Forum bei der Flugberkehrslobby keinerlei Gehör.
25.10.2011
Wichtiger Standort: Lufthansa Cargo am Frankfurter Flughafen
Das am Sonntag beginnende vorläufige Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen trifft Lufthansa Cargo hart. Nachdem der Konzernchef zuletzt ordentlich Dampf abgelassen hat, wollen heute die Mitarbeiter ein Zeichen setzen.
Aus Protest gegen das vorläufige Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen wollen die Mitarbeiter der Lufthansa Cargo heute die Arbeit niederlegen.
...
"Ein Nachtflugverbot in Frankfurt setzt tausende Arbeitsplätze aufs Spiel - und gefährdet insgesamt die Zukunft der deutschen Luftfrachtindustrie", sagte Betriebsratschef Ralf Müller. Frankfurt verliere durch ein Nachtflugverbot nicht nur den Anschluss an die globalen Warenströme. "Auch der gesamten Logistikbranche wird großer Schaden zugefügt." 2.400 Mitarbeiter hat Lufthansa Cargo in Frankfurt, hinzu kommen 400 Piloten und 1.200 weitere Mitarbeiter, die als Dienstleister für das Unternehmen vor allem in der Abfertigung arbeiten.
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Große Kritik kam bereits in der vergangenen Woche vom Lufthansa-Cargo-Chef: ....
Den Cargo-Nachtnotflugplan bezeichnete er selbst als wirtschaftlichen und ökologischen "Irrsinn".
[weiterlesen bei hr-online.de]
13.10.2011
Urteil tritt erst am 30. Oktober in Kraft
Von Jutta Rippegather und Pitt von Bebenburg
Konfusion um die Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) vom Dienstag: Das Nachtflugverbot gilt nicht, wie zunächst von Kassel mitgeteilt, ab dem 21. Oktober. Vielmehr dürfen erst mit Inkrafttreten des Winterflugplans am 30. Oktober keine Flugzeuge mehr zwischen 23 und 5 Uhr landen. "Da muss ich meine ursprüngliche Aussage revidieren", räumte gestern Ursula Philipp-Gerlach vom BUND Hessen ein. Die Anwältin vertritt die Offenbacher Kläger, die per Eilantrag das Verbot durchgesetzt hatten.
Die rechtliche Grundlage bietet eine Passage im Planfeststellungsbeschluss. Demnach gilt die neue Regelung zur Nachtflugeinschränkung am Airport erst "nach Inbetriebnahme der Landebahn ... ab dem ersten Tag der Flugplanperiode", an dem durch sie die Kapazitäten erhöht werden. Am 21. Oktober ist nur offizielle Eröffnung mit Kanzlerin Angela Merkel. Danach wird zwar die Landebahn genutzt, doch mehr Flugbewegungen wird es erst mit dem Winterflugplan geben.
Laut VGH können gegen die Nachtflugverbot-Entscheidung keine Rechtsmittel eingelegt werden. Doch Juristen prüften, ob Lufthansa Cargo Rechtsmittel einlege, sagte ein Unternehmenssprecher der Frankfurter Rundschau. Bis Dienstag sei der Konzern davon ausgegangen, dass er einen Teil der 17 nächtlichen Slots nutzen könne. "Wir müssen jetzt unseren Flugplan komplett umstellen. Das bedeutet für uns einen erheblichen Schaden."
Eine komplette Verlagerung auf einen anderen Airport sei unmöglich, weil die am Drehkreuz Frankfurt ankommende Fracht auf diverse Passagierflugzeuge verteilt werde. Gerade die Vorweihnachtszeit sei eine "starke Frachtzeit". Die Menschen wollten aktuelle Hightech-Geräte unterm Weihnachtsbaum.
Flughafenbetreiberin Fraport teilte mit, dass vom 30. Oktober an zwischen 23 und 5 Uhr "keine planmäßigen Nachtflugbewegungen stattfinden". Innerhalb von 19 Tagen müssten die Luftverkehrsgesellschaften den Beschluss umsetzen, dass die 17 international schon koordinierten Slots nicht stattfinden dürften. Nun bleibe abzuwarten, wie das Bundesverwaltungsgericht Leipzig entscheide. Die Landespolitik berät am kommenden Dienstag über die Folgen. Dann unterbricht der Wirtschaftsausschuss des Landtags die Herbstferien und kommt auf Antrag der SPD zu einer Sondersitzung zusammen.
[weiterlesen in der Frankfurter Rundschau]
21.10.2011 - FRANKFURT
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport kann auf Ausnahmeregeln vom vorläufigen Nachtflugverbot für verspätete Flieger rechnen. Der hessische Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) habe ihm eine Lösung innerhalb weniger Tage zugesagt, berichtete Fraport-Chef Stefan Schulte am Freitag bei der Eröffnung der neuen Landebahn "Nordwest".
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[weiterlesen im Wiesbadener Kurier]
21.10.2011
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Der Flughafenbetreiber Fraport kann unterdessen mit Ausnahmeregeln für verspätete Flieger rechnen. Der hessische Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) habe ihm eine Lösung innerhalb weniger Tage zugesagt, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte bei der Eröffnungsfeier. Fraport und Lufthansa wenden sich gegen eine strikte Anwendung des Nachtflugverbots auch für etwa durch Witterungseinflüsse verspätete Flieger. Solche Ausnahmeregeln seien international aber üblich, betonte Schulte.
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Fluglosten skeptisch
Fluglotsen halten das Sicherheitssystem am erweiterten Frankfurter Flughafen derweil für so kompliziert, dass die angestrebte Zahl von Flugbewegungen gar nicht erreicht werden kann. "Wir können froh sein, wenn wir mit dem neuen System und den vier Bahnen genauso viel Verkehr schaffen wie bislang mit drei Bahnen", sagte Markus Siebers vom Vorstand der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF). Die anvisierte Kapazitätserweiterung auf 126 Flugbewegungen pro Stunde sei mit dem nun installierten Verfahren nicht zu erreichen.
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[weiterlesen im Wiesbadener Kurier]
27.10.2011
Lufthansa Cargo soll Nachtflüge nach Hahn verlagern
Die Lufthansa ist empört wegen des vom Verwaltungsgerichtshof verhängten Nachtflugverbots. Der Logistikexperte Richard Vahrenkamp empfiehlt den Umzug nach Hahn.
Herr Vahrenkamp, Sie sagen, die Lufthansa Cargo soll wegen des Nachtflugverbotes am Frankfurter Flughafen nicht jammern, sondern handeln.
Vom Vorstand einer großen Fluggesellschaft wie LH Cargo kann man erwarten, dass er seine Politik auf zukünftige Entwicklungen einstellt und nicht bloß alten Geschäftsmodellen folgt. Die prekäre Lage des Mega-Hubs Frankfurt im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet macht das Nachtflugverbot erforderlich, um eine sozial verträgliche Lösung für die vierte Landebahn zu finden. Dieses war das Ergebnis des Mediationsverfahrens, das nun das Hessische Verwaltungsgericht bestätigt hat. Hätte die Lufthansa rechtzeitig auf eine Auslagerung des Flughafens Frankfurt an die Peripherie des Rhein-Main Gebiets gedrängt, könnte LH Cargo heute problemlos nachts starten.
Sie sprechen von einer Verlegung des gesamten Flughafens?
Grundsätzlich hätte man vor dem Bau der vierten Landebahn die Situation um den Flughafen strategisch diskutieren sollen. Liegt er überhaupt richtig? Alle großen europäischen Flughäfen liegen 40 bis 50 Kilometer von den Großstädten entfernt in Randlage. Da fällt die Lärmbelästigung nicht so ins Gewicht und es gäbe wohl kein Problem mit Nachtflügen. Ich hatte bereits vor Jahren den Vorschlag gemacht, Frankfurt II am Rand vom Rhein-Main-Gebiet zu bauen.
Wo denn?
In der Wetterau, in Richtung Worms oder den Flughafen Hahn ausbauen. Da ist aber der Länderegoismus vor. Hessen will das Drehkreuz natürlich nicht verlieren. Jetzt haben wir das Ding aber hier und es ist ja gerade beinahe zeitgleich mit dem gerichtlich verhängten Nachtflugverbot die neue Landebahn eröffnet worden.
Also zurück zur Ausgangsfrage: Handeln statt jammern?
Das angebliche Problem von Lufthansa Cargo ließe sich leicht lösen. Die Frachtflugzeuge könnten nachts in Hahn starten.
Warum, glauben Sie, sträubt sich die Lufthansa dagegen?
Die Lufthansa hat sich in Frankfurt gemütlich eingerichtet. Für sie war dort alles perfekt gemacht. Die meisten Leute wissen nicht, dass der größte Teil der Luftfracht aus ganz Deutschland und Nord- und Osteuropa mit Lastwagen nach Frankfurt transportiert wird. Alles, was für die Nachtflüge vorgesehen ist, könnte direkt per Lkw nach Hahn transportiert werden. Jetzt hat dagegen LH Cargo geplant, dass der Frachtflieger in Frankfurt vor der Zeit des Nachtflugverbotes abhebt, in Köln geparkt wird und dann in der Nacht weiterfliegt - eine demonstrativ unwirtschaftliche Lösung.
Die Anbindung nach Hahn ist trotz des Ausbaus der Bundesstraße nicht gerade optimal. Der Flughafen, so sagen viele, liegt in der Prärie.
Von Frankfurt sind es ja nur zwei Lkw-Stunden, und am Ausbau der Straßen wird, so weit ich weiß, weitergearbeitet. Die Eilbedürftigkeit der Luftfracht, wie sie gerne hervorgehoben wird, gibt es so gar nicht. Vielmehr fallen viele zeitfressende Prozessschritte an, bis der Frachtflieger in Frankfurt abhebt. Auf den Flughäfen Hamburg, Hannover und Stuttgart werden zum Beispiel 70 Prozent der lokalen Fracht zwar als Luftfracht vereinnahmt, aber dann per Lkw mit einem Luftfrachtbrief versehen nach Frankfurt gebracht, die könnte man auch gleich nach Hahn umleiten.
Die Lufthansa behauptet aber, dass 50 Prozent des Frachtaufkommens in Passagierfliegern transportiert wird und deshalb die räumliche Nähe zwischen den Passagier- und Frachtflugzeugen beim Umladen in Frankfurt für kurze Wege sorgt.
Das ist richtig, trifft aber nur für den Tagesbetrieb zu. Nachts gibt es bloß Frachtflüge und keine Passagierflüge. Da fällt das Umladeargument nicht ins Gewicht. Nachts kann man leicht entkoppeln. Die Nachttransporte sind Interkontinentalflüge nach Amerika und Asien, da wird nicht umgeladen.
Gelegentlich wird auch Leipzig als Option genannt.
Das ist viel zu weit von Frankfurt weg. Hahn ist eine Lösung, und der Flughafenchef dort hat der Lufthansa bereits ein Kooperationsangebot gemacht. Ich weiß wirklich nicht, warum die LH Cargo darauf nicht eingeht.
Das Interview führte Jürgen Ahäuser
[weiterlesen in der Frankfurter Rundschau]
Alles nicht bindend
27.09.2007
Von Wolfgang Schubert
Frankfurt am Main
Erinnert sich noch jemand an den Streit um die Frankfurter Startbahn West? An die wöchentliche Randale der Protestszene in den achtziger Jahren und an die zwei toten Polizisten? An den großen Betrug? Dieser Tage sieht Frankfurt sich plötzlich in die alten Zeiten zurückversetzt. Wieder gibt es Streit um den Rhein-Main-Flughafen, den größten Flughafen Deutschlands mit seinen mittlerweile fast 500000 Starts und Landungen im Jahr. Wieder geht es um ein gebrochenes Versprechen. Und wieder steht im Mittelpunkt der hessische Ministerpräsident, nur dass er nicht mehr Holger Börner heißt, sondern Roland Koch. Ansonsten scheinen die Gemeinsamkeiten zu überwiegen.
Alte Kämpen wie Wolfgang Ehle oder Martin Kessel, die schon beim Protest gegen die Startbahn West dabei waren, sehen jedenfalls »auffällige Parallelen zu damals«.
Damals, das war am 23. März 1971. Da unterzeichnete der später von Terroristen ermordete hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Heinz-Herbert Karry den Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Startbahn 18 West. Zu dieser Zeit begnügten sich die Fluggesellschaften noch mit etwa 200000 Starts und Landungen jährlich.
Dennoch war die neue Startbahn von Anfang an heiß umstritten, weshalb die damalige Landesregierung um Hessens Ministerpräsident Börner (SPD) den Gegnern in ihrem Planfeststellungsbeschluss ein Versprechen gab.
»Die Befürchtungen, dass später eine weitere Start- und Landebahn etwa parallel zur Bahn 18 West errichtet werden könnte, entbehrt jeder Grundlage«, heißt es im Kapitel Entscheidungsgründe. » Die Genehmigung einer solchen Maßnahme wird auf keinen Fall erteilt«.
Das Versprechen galt so lange, wie es nicht darauf ankam. Als aber, inzwischen waren 27 Jahre vergangen, der nächste Ausbau des Flughafens anstand, stellte der damalige hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Lothar Klemm (SPD) kurzerhand fest, die Passage zum Verbot des weiteren Ausbaus stehe ja nur in der Begründung des damaligen Beschlusses und sei daher »rechtlich nicht bindend«.
Der Verkehrsminister formulierte das Kleingedruckte
Im Juni 2000 war die Grenze von 450000 jährlichen Starts und Landungen überschritten, doch der Streit um die nächste Ausbaustufe noch nicht entschieden. Inzwischen überzog der Flughafen zwischen Hanau und Mainz weite Teile Südhessens mit einem Lärmteppich. In dieser Lage entschied sich Hessens neu gewählter Ministerpräsident Roland Koch (CDU), den geplagten Frankfurtern und ihren Nachbarn ein Versprechen zu geben.
Wenn sie den Widerstand gegen die Flughafenerweiterung aufgäben, würden sie dafür in Zukunft wenigstens nachts ihre Ruhe haben.
Zwischen 23 und 5 Uhr sollte es weder planmäßige Starts noch Landungen geben.
»Kein Ausbau ohne Nachtflugverbot, aber auch kein Nachtflugverbot ohne Ausbau«, kündigte Koch an. Das waren so deutliche Worte, dass das Kleingedruckte dazu unterging. Kochs damaliger Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) wies sofort darauf hin, dass ein solches Verbot für einen internationalen Flughafen wie Frankfurt rechtlich nicht durchsetzbar sei.
Natürlich warnten auch die erfahrenen Startbahngegner wie Ehle und Kessel vor übertriebenem Vertrauen auf das Versprechen des Ministerpräsidenten. Spätestens vom Bundesverwaltungsgericht werde das Nachtflugverbot gekippt, argumentierten sie. Koch werde sich dann nach dem Motto »Wir leben in einem Rechtsstaat und haben das Urteil des Gerichts zu akzeptieren« als Unschuldslamm präsentieren.
Der Rückzieher kam viel früher. Vor zwei Monaten nahm Koch in einem Interview sein Versprechen zurück. Nicht er selbst entscheide über den Ausbau, erklärte der hessische Ministerpräsident, sondern sein Wirtschafts- und Verkehrsminister Alois Rhiel (CDU). Dem könne er nicht reinreden.
Am Donnerstag vergangener Woche kam das endgültige Aus für die Nachtruhe am Himmel über Frankfurt. In einem Brief aus dem Bundesverkehrsministerium machte der dortige Referatsleiter Thilo Schmidt Bedenken gegen ein Nachtflugverbot geltend und begründete dies mit dem Luftverkehrsgesetz. Das Verbot schade der deutschen Wirtschaft und sei deshalb unzulässig.
Thomas Jühe, Vorsitzender der Lärmschutzkommission am Frankfurter Flughafen und Bürgermeister der unter Fluglärm am meisten leidenden Stadt Raunheim, war von dem Schreiben wenig überrascht. » Noch in diesem Jahr will der hessische Verkehrsminister den Planfeststellungsbescheid erlassen«. Da habe sich wohl die Luftfahrtindustrie den Referatsleiter noch mal »zur Brust genommen«.
Zwar folgte am Nachmittag desselben Tages ein eiliges Dementi von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Doch schon ein oberflächliches Studium der Erklärung machte klar, dass es um die Chancen der Frankfurter, ihr Nachtflugverbot zu bekommen, trotz des Flughafenausbaus nicht gut steht. Der Bund, betont Tiefensee, habe das hessische Wirtschaftsministerium »ausdrücklich darum gebeten«, die Vorschläge einer Institution zu berücksichtigen, die sich Regionales Dialogforum nennt.
15 Flüge pro Nacht könnten genehmigt werden
Dieses Dialogforum soll den Ausbau des Flughafens wissenschaftlich begleiten. Sein Vorsitzender ist Professor Johann-Dietrich Wörner, ein Bauingenieur, der mehr als zwölf Jahre lang Präsident der Technischen Universität Darmstadt war und seit März Vorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt ist. Folgt das Land den Vorschlägen des Luft- und Raumfahrtprofessors, dann würde das Nachtflugverbot zumindest erheblich aufgeweicht. Wenn die Gerichte ein absolutes Verbot ablehnten, sagt Wörner, könne er sich bis zu 15 Flüge pro Nacht vorstellen. 15 Flüge pro Nacht das ist zufällig genau die Zahl der Starts und Landungen, die derzeit schon im Frachtflugverkehr der Lufthansa zwischen 23 und 5 Uhr anfallen.
Martin Kessel, der erfahrene Ausbaugegner, glaubt nicht an Zufall. Er sieht einen »systematisch geplanten Betrug«.
Die Zeit, Zeit Online
Quelle DIE ZEIT Nr.40 vom 27.09.2007, S.15
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Aktuell
Lärmmindernde Start- und Landeverfahren
Mehr als 10 Jahre Mediation - wo bleiben die Lärmminderungsmaßnahmen, wo bleibt das versprochene Nachtflugverbot, wofür wurden die vielen Steuergelder verschwendet? Die DFS verweist (s. Interview der Frankfurter Rundschau v. 31.08.2011 mit der DFS "Die Flugzeuge bekommen wir nicht weg") darauf, dass die Verlegung der Gegenanflugrouten bereits 2002 veröffentlicht wurden. Eine Veröffentlichung in den Pressemedien liegt jedoch nicht vor.
Fachleute aus Luftverkehrsbranche und Politik wussten zum damaligen Zeitpunkt schon lange, was mit dem Flughafenausbau auf die Bevölkerung zukommen würde. Menschen, die zuvor nie dauerhaft oder kaum Fluglärm ertragen mussten, mangelte es angesichts der rein theoretischen Darstellung solcher Anflugrouten verständlicherweise an Vorstellungskraft und technischer Interpretationsfähigkeit wie hoch der Grad der Lärmbelästigung sein könnte, der da auf sie zu kommt; und das was jetzt kam, ist erst der Anfang. WIDEMA setzt sich bereits seit 1997 mit diesem Thema auseinander und hat anlässlich der Kunstaustellung "Land schafft Kunst", anno 2002, auf der Massenheimer Skulpturenmeile versucht, dieses Szenario in Wort und Bild wiederzugeben.
BI WIDEMA fragt:
Will das Forum Flughafen & Region (FFR) bezüglich Lärmminderung das „Rad“ neu erfinden?
Das Expertengremium „Aktiver Schallschutz“ im FFR hat im Juli 2010 sein „Werk“ zum aktiven Schallschutz der Öffentlichkeit unter dem Namen „7 Punkte zur Lärmreduzierung“ medienwirksam verkündet.
Alle Punkte sind ein alter Hut, da dies auf allen großen Flughäfen der Welt schon längst praktiziert!
Die BI WIDEMA hat bereits vor fast 10 Jahren gefordert, die international üblichen Flugverfahren auch endlich in Frankfurt verbindlich einzuführen. [...weiter]
Flugrouten
Frankfurt: Neue Landebahn in Betrieb - Streit um Nachtflüge geht weiter
21.10.2011
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Fluglosten skeptisch
Fluglotsen halten das Sicherheitssystem am erweiterten Frankfurter Flughafen derweil für so kompliziert, dass die angestrebte Zahl von Flugbewegungen gar nicht erreicht werden kann. "Wir können froh sein, wenn wir mit dem neuen System und den vier Bahnen genauso viel Verkehr schaffen wie bislang mit drei Bahnen", sagte Markus Siebers vom Vorstand der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF). Die anvisierte Kapazitätserweiterung auf 126 Flugbewegungen pro Stunde sei mit dem nun installierten Verfahren nicht zu erreichen.
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[weiterlesen im Wiesbadener Kurier]
Untersuchungen und Folgeuntersuchungen durch den Deutschen Fluglärmdienst e. V. (DFLD)
Autor: Horst Weise
Im Vorgriff auf die Inbetriebnahme der neuen Landebahn NordWest wurde am 10.03.2011 im Rhein-Main-Gebiet der nördliche Gegenanflug nach Norden verschoben.
Seitens der Deutschen Flugsicherung (DFS) lag keine Pressemitteilung zu dieser Flugverfahrensänderung vor – das Ausmaß der Nordverschiebung ist der Bevölkerung somit nicht bekannt gewesen.
weiterlesen...
Im April 2010 hat der Deutsche Fluglärmdienst e.V. für die Stadt Wiesbaden eine Untersuchung über die Nordverschiebung des nördlichen Gegenanflugs erstellt.
Da die Auswirkungen auf die Stadt Wiesbaden im Wesentlichen bei Betriebsrichtung (BR) 07 auftreten, konnten in dieser Untersuchung nur 2 x 2 Tage miteinander verglichen werden.
Auf Grund der danach lang anhaltenden BR 07 Periode wurde der DFLD beauftragt die gleiche Untersuchung über einen längeren Vergleichszeitraum zu erstellen.
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Im Vorgriff auf die Inbetriebnahme der neuen Landebahn NordWest wurde am 10.03.2011 im Rhein-Main-Gebiet der nördliche Gegenanflug um 2,8 km nach Norden verschoben.
Hinweis: Wir reden von einer echten Nordverschiebung, die DFS Angaben beziehen sich trotz gleicher Bezeichnung nicht auf eine Nordverschiebung, sondern auf eine Verschiebung um 20° nach Nordwesten. Daher kommen unterschiedliche „Verschiebewerte“ zu Stande.
Im April und im Mai 2011 hat der Deutsche Fluglärmdienst e.V. für die Stadt Wiesbaden zwei Untersuchungen über die Auswirkungen der Nordverschiebung des nördlichen Gegenanflugs bei Betriebsrichtung 07 (BR 07) auf Wiesbaden erstellt.
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Im Vorgriff auf die Inbetriebnahme der neuen Landebahn NordWest wurde am 10.03.2011 im Rhein-Main-Gebiet der nördliche und der südliche Gegenanflug nach Norden bzw. Süden verschoben.
In den betroffenen Gebieten stieg die Zahl der Beschwerden sprunghaft an.
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Im Vorgriff auf die Inbetriebnahme der neuen Landebahn NordWest wurden am 10.03.2011 im Rhein-Main-Gebiet der nördliche und der südliche Gegenanflug nach Norden bzw. Süden verschoben.
Seitens der Deutschen Flugsicherung (DFS) lag keine Pressemitteilung zu dieser Flugverfahrensänderung vor – das Ausmaß der Verschiebung ist der Bevölkerung somit nicht bekannt gewesen.
In den betroffenen Gebieten stieg die Zahl der Beschwerden sprunghaft an.
Ein Blick auf die öffentlich einsehbaren Flugspuren des DFLD zeigt, dass die Auswirkungen in Rheinland-Pfalz im Wesentlichen durch Anflüge bei Betriebsrichtung 07 (Anflug von Westen) verursacht werden:
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Am 21.10. soll die neue Landebahn Nord offiziell in Betrieb genommen werden. Statt zweier nur abhängig voneinander zu betreibender Landebahnen wird danach der Flughafen über eine weitere Landebahn verfügen, die unabhängig von den bisherigen Parallelbahnen betrieben werden kann. Dass dies zu einer erheblichen zusätzlichen Lärmbelastung führen wird, wird von der Hessischen Landesregierung in Kauf genommen.
Erst jetzt ist Aktivisten aus dem Kreis der Bürgerinitiativen bekannt geworden, dass 2004 eine ICAO-Vorschrift für den Betrieb unabhängiger Bahnen (ICAO Doc. 9643) herausgegeben wurde, deren Einhaltung zu einer weit höheren Lärmbelastung führt als bisher bekannt. Bei der für das Planfeststellungsverfahren durchgeführten Lärmberechnung wurde diese Vorschrift nicht berücksichtigt; Fraport und DFS haben diese Regelung nicht kommuniziert.
Nach einer Abschätzung eines Sprechers, Berthold Fuld, führt die Einhaltung dieser Vorschrift über der stärkst betroffenen Siedlung, der Mainzer Frankenhöhe, gegenüber dem Ansatz der Fraport zu einem Anstieg der rechnerischen Spitzenpegel (beim Überflug einer B747 oder eines A380) von 69 dB(A) auf 79,5 dB(A). Diese Differenz – die Schallintensität ist 10-mal größer als berechnet - ist so gravierend, dass eine Nutzung der Landebahn für die Bürger absolut unzumutbar ist. Von deutlich mehr Lärm als prognostiziert betr offen sind wohl weit über 100.000 Bürger in den Räumen Mainz-Rüsselsheim und Hanau-Offenbach.
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DFS veröffentlicht Karten im Internet
18.8.2011.- Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH hat heute die Karten zu den neuen Abflugrouten vom Flughafen Frankfurt, der sogenannten Südumfliegung, im Internet veröffentlicht. Diese Abflugrouten sind durch den Bau der Nordwestlandebahn am Flughafen Frankfurt notwendig geworden. Bei jedem Anflug muss damit gerechnet werden, dass das Flugzeug aus unterschiedlichen Gründen nicht landen kann und daher durchstarten muss. In einem solchen Fall folgt der Pilot einem vorgegebenen Fehlanflugverfahren. Die Route dieses Verfahrens verläuft im Falle der Nordwestlandebahn sehr nah an den bisherigen sogenannten TABUM- bzw. MASIR-Abflugrouten, die aus Sicherheitsgründen nur noch eingeschränkt genutzt werden können. Wann immer sich ein Flugzeug kurz vor der Landung auf die Nordwestlandebahn befindet, können die bisherigen "TABUM- und MASIR-Abflugrouten" nicht genutzt werden. Daher wurde die Südumfliegung nach Planung durch die DFS und Beratung durch die Fluglärmkommission vom Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung festgelegt.
DFS, 18.08.2011
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6 Neue Flugrouten wurden vorgestellt. Welchen Sinn und Zweck haben diese?
[weiterlesen in der Frankurter Rundschau]
Aktiver Schallschutz
Regionalanalyse zum Bericht des Expertengremiums Aktiver Schallschutz am Flughafen Frankfurt Main
Erstes Maßnahmenpaket des Forum Flughafen und Region vom 03.11.2010, Auftraggeber: Stadt Offenbach
Verfasser: Dieter Faulenbach da Costa, Stefan Gessenich
"... Somit kann festgehalten werden, dass das Expertengremium Altbekanntes und bereits Abgelehntes revolutionär innovativ und alternativlos reloaded hat."
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Passiver Schallschutz
Entwurf der Verordnung über die Festsetzung des Lärmschutzbereichs für den Flughafen Frankfurt Mainalle Karten zum Download beim Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung
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Wiesbaden, 18.06.2011
Pitt von Bebenburg
Die hessische Landesregierung verdonnert die Fraport, Flughafen-Anwohnern Schadenersatz zu zahlen. Millionen sollen die Anwohner bekommen. Doch noch ist der Beschluss nicht gültig.
[weiterlesen in der Frankurter Rundschau]
Wiesbaden, 25.05.2011
Die Fluglärmkommission pocht fünf Monate vor Eröffnung der neuen Landebahn in Frankfurt auf den Erlass einer Verordnung zum Schallschutz für die Bevölkerung. Bisher hat die Regierung das nicht getan, was dramatische Folgen für die Bürger haben könnte.
[weiterlesen in der Frankurter Rundschau]
Nachtflugverbot
NACHTFLÜGE MIT SONDERERLAUBNIS
Vom vorläufigen Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen ab Sonntagnacht wird es Ausnahmen geben. Wie Verkehrsstaatssekretär Saebisch (FDP) am Freitag erklärte, sind unter eng begrenzten Voraussetzungen bis Mitternacht noch Starts und Landungen möglich. Diese Sondergenehmigungen soll es etwa bei einem Stromausfall am Airport oder einer extremen Wetterlage geben. Eigentlich hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof bis zu einer endgültigen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts ein vorläufiges Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr angeordnet.
HR-Text, 29.10.2011, Seite 120
Lesen Sie hierzu: Experte Prof. Dr. Rudolf Steinberg: "Nachtflugverbot hält nicht"
Prof. Dr. Rudolf Steinberg ist Beiratsmitglied (stellv. Vorsitzender) der Erich-Becker-Stiftung, eine Stiftung der Fraport AG zur Förderung von Wissenschaft und Forschung
Frankfurter Neue Presse: Experte: "Nachtflugverbot hält nicht"
01.04.2011
Medizin
Im Schlaf organisiert sich das Gehirn komplett um: Münchener Wissenschaftler haben jetzt enträtselt, warum wir im Schlaf das Bewusstsein verlieren. Ein weiteres Ergebnis: Schlafmangel stört die Synchronisierung des Gehirns.
[weiterlesen in der Frankfurter Rundschau]
Frankfurt, 29.06.2011
Frachttransport am Frankfurter Flughafen. Der Flughafenkoordinator hat die Slots für nächtliche Frachtflüge vergeben. Erstmals wurde in dem Winterflugplan auch die neue Nordwest-Landebahn berücksichtigt.
[weiterlesen bei HR-Online]
Flugärm und Gesundheit
Wenn der Lärm krank macht
14.10.2011 - RHEIN-MAIN
STUDIE Mediziner: Krach aus der Luft steigert Risiko für Schlaganfälle sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Fluglärm macht krank - das hat eine Studie des Bremer Mediziners und Forschers Prof. Eberhard Greiser bestätigt. Wir haben mit dem Lärmexperten gesprochen.
Was löst Fluglärm im Körper des Menschen aus?
Während Straßenverkehrslärm ein relativ gleichmäßiges Niveau hat, kommt es bei Flugzeugen plötzlich zu einem starken Anstieg des Lärms. Im menschlichen Körper werden dadurch Stresshormone ausgeschüttet, die zu einer akuten Steigerung des Blutdrucks führen. Wird ein Mensch einem solchen Lärm über einen längeren Zeitraum ausgesetzt, kann daraus ein krankhafter Bluthochdruck entstehen.
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Studie Risikofaktor nächtlicher Fluglärm, Prof. Greiser (32 Seiten)
Anlage zur Studie (606 Seiten)
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Martin Kaltenbach, Christian Maschke, Rainer Klinke
ZUSAMMENFASSUNG
Einleitung:Wegen des ständig zunehmenden Flugverkehrs ist die ärztliche Beurteilung von Fluglärmwirkungen anhand aktueller Studien erforderlich. Methode: Selektive Literaturrecherche epidemiologischer Studien zum Fluglärm der Jahre 2000 bis 2007 hinsichtlich Erkrankungen, Belästigungen und Lernstörungen. Ergebnisse: Fluglärmbedingte Dauerschallpegel im Wohnumfeld außerhalb von Gebäuden von 60 dB(A) tagsüber und 45 dB(A) in der Nacht sind mit einer Zunahme von
arterieller Hypertonie assoziiert, die bei zunehmendem Fluglärmpegel weiter ansteigt. Die Verordnung blutdrucksenkender
Medikamente ist mit einem nächtlichen Fluglärmpegel von etwa 45 dB(A) assoziert, die ebenfalls dosisabhängig ist. Bei einem Pegel von 55 dB(A) tagsüber fühlen sich heute 25 % der Bevölkerung hochgradig belästigt.
Lärmpegel ab 50 dB(A) tagsüber (außen) sind mit relevanten Lernstörungen bei Schulkindern assoziiert.
Diskussion: Aus den epidemiologischen Studien sind Außenrichtwerte für den Tag von 60 dB(A) und für die Nacht von 50 dB(A) zum Erhalt der Gesundheit abzuleiten. Um auch empfindlichere Gruppen wie Kinder, Ältere und chronisch Kranke zu schützen sowie erhebliche Belästigungen zu vermeiden, sind Vorsorgewerte von 55 dB(A) tags und 45 dB(A) nachts anzustreben. Gegenüber dem Fluglärmgesetz und der Publikation „Synopse“, liegen diese Werte um 5 bis 10 dB(A) niedriger.
Dtsch Arztebl 2008; 105(31–32): 548–56
DOI: 10.3238/arztebl.2008.0548
Schlüsselwörter: Fluglärm, Lärmbelästigung, Hypertonie,
Herzinfarkt, Umweltbelastung
Frankfurt: Prof. Dr. med. Kaltenbach
Berlin: PD Dr.-Ing. Maschke
Frankfurt: Prof. (em.) Dr. med. Klinke
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Heynastudie, internationale Studie über die Auswirkung von Fluglärm auf die Gesundheit
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Beeinträchtigung durch Fluglärm, Prof. Greiser et. al.: Arzneimittelverbrauch als Indikator für gesundheitliche Beeinträchtigungen
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Nachtflugbeschränkung geboten und rechtlich möglich
Stellungnahme des RMI
Ministerpräsident Roland Koch und der Hessische Landtag haben jahrelang die Bedeutung eines Nachtflugverbotes betont. Es wurde zugesagt, dass mit dem Ausbau eine Reduktion des nächtlichen Fluglärms verbunden sei. Auch der Antrag der Fraport AG zum Bau der neuen Landebahn enthält die Einführung eines Nachtflug-Verbots.
WIDEMA aktuell

... Laut Hessens Verkehrsminister Dieter Posch ist und bleibt der Lärmschutz rund um den Flughafen für die Landesregierung von zentraler Bedeutung. WIDEMA bezweifelt das. Wir werfen ihm vor, dass ihn die Proteste der vielen vom Fluglärm betroffenen Bürger überhaupt nicht interessieren. Den lärmgeplagten Bürgern versprach er, dass mit der neuen Landebahn vor allem der nächtliche Fluglärm abnehmen wird, weil zwischen 23:00 und 05:00 Uhr nur noch im Mittel 17, statt wie bisher 51 Flugbewegungen gibt. Posch betont weiter, dass der, der derzeit nicht unter Fluglärm leide es auch künftig es nicht tut. Vergessen ist noch nicht die Aussage des ehemaligen MP Roland Koch: "Kein Ausbau ohne Nachtflugverbot"; was für ein Hohn!
WIDEMA fordert, dass die Landesregierung die Klage gegen das Nachtflugverbot zurücknimmt. Weiter müssen An- und Abflugverfahren geändert werden.
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“Neue“ Flugrouten sind Augenwischerei
Fluglärm ist akustischer Müll sagt u.a. Prof. Fleischer, Akustiker an der Uni Gießen.
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BI WIDEMA fragt:
Warum kein Continuous Descent Arrival (CDA) Anflugverfahren auf dem Flughafen Frankfurt?
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